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Bohnen oder Linsen zubereiten

Folgende Zubereitung gilt für alle Formen von rohen Bohnen und Linsen, dazu gehören zum Beispiel weiße Bohnen, Kidneybohnen, Pintobohnen, schwarze Bohnen, Black Eye Peas, Sojabohnen oder auch Kichererbsen. Grüne Erbsen gehören nicht dazu!

Die Zubereitungszeit variiert von Sorte zu Sorte. Linsen sind generell schneller zubereitet; manche Linsen müssen sogar gar nicht vorgekocht werden. Am besten erst die Packungsbeilage konsultieren.

Tipp: Obwohl bei Linsen häufig kein Einweichen erforderlich ist, würde ich dennoch empfehlen, sie zumindest 30 bis 60 Minuten einzuweichen. Meiner Meinung nach werden sie dadurch bekömmlicher. Außerdem lassen sich eingeweichte Linsen einfacher zubereiten, weil sie dem Gericht keine weitere Flüssigkeit entziehen.

Variante 1: Mit Einweichen

Rohe Bohnen (oder Linsen) in ein Sieb geben, mit kaltem Wasser abspülen und anschließend für mindestens 8 Stunden in kalten Wasser ziehen lassen.
Tipp: Das Wasser sollte nicht warm sein, da die Bohnenschale sonst aufplatzen kann.
Bohnen nochmals abwaschen, eventuell schlechte aussortieren.
Wasser (ohne Salz!) in einem Kochtopf zum kochen bringen.
Hinweis: Mindestens soviel Wasser verwenden, dass die Bohnen später gut damit bedeckt sind.
Hinweis: Man kann entweder frisches Wasser oder das Einweichwasser zum Kochen verwenden. Es gibt Leute, die behaupten, frisches Wasser sei bekömmlicher.
Tipp: Eine Messerspitze Natron hinzufügen, das reduziert die Kochzeit um etwa 15 bis 30 Minuten.
Eingeweihte Bohnen (oder Linsen) in das kochende Wasser geben.
Auf mittlerer Herdstufe herunterschalten.
Tipp: Im geschlossenem Kochtopf (mit Deckel) kann man die Herdstufe weiter reduzieren und Energie sparen, allerdings besteht anfangs die Gefahr, dass es überkocht.
Bohnen mindestens 45 bis 90 Minuten köcheln lassen. Linsen 15 bis 45 Minuten. Siehe genauere Kochzeiten unten.
Die Bohnen (oder Linsen) sind gar, wenn sie von Innen weich sind, also nicht fest und krümelig schmecken (regelmäßig probieren).

Kochzeiten (eingeweicht):
  • Kichererbsen: 45 bis 60 Minuten
  • Kidneybohnen: 75 bis 90 Minuten
  • Rote Linsen: 5 bis 10 Minuten

Variante 2: Ohne Einweichen

Rohe Bohnen (oder Linsen) in ein Sieb geben, mit kaltem Wasser abspülen und eventuell schlechte aussortieren.
Wasser (ohne Salz!) in einem Kochtopf zum kochen bringen.
Hinweis: Mindestens doppelt soviel Wasser verwenden wie Bohnen, so dass sie später reichlich mit Wasser bedeckt sind.
Tipp: Eine Messerspitze Natron hinzufügen, das reduziert die Kochzeit um etwa 30 Minuten.
Bohnen (oder Linsen) in das kochende Wasser geben.
Auf mittlerer Herdstufe herunterschalten.
Tipp: Im geschlossenem Kochtopf (mit Deckel) kann man die Herdstufe weiter reduzieren und Energie sparen, allerdings besteht anfangs die Gefahr, dass es überkocht.
Bohnen mindestens 2 oder 3 Stunden köcheln lassen. Linsen mindestens 1 Stunde. Siehe genauere Kochzeiten unten.
Die Bohnen (oder Linsen) sind gar, wenn sie von Innen weich sind, also nicht fest und krümelig schmecken (regelmäßig probieren).

Kochzeiten (uneingeweicht):
  • Kichererbsen: 2 bis 3 Stunden.
  • Rote Linsen: 10 bis 15 Minuten

Variante 3: Im Schnellkochtopf

Ich besitze noch keinen Schnellkochtopf :-/
Prinzipiell wie Variante eins oder zwei, nur die Kochzeit ist kürzer. Soweit ich weiß, muss eine bestimmte Wassermenge verwendet werden?

Aufbewahren (kurzfristig):

Die gekochten Bohnen (oder Linsen) in ein Sieb geben und mit kaltem Wasser abspülen.
Kalte Bohnen in einen luftdichten Behälter geben und mit kaltem Wasser befüllen, so dass die Bohnen vollständig bedeckt sind.
Behältern verschließen und im Kühlschrank aufbewahren.
Bohnen (oder Linsen) sind etwa eine Woche haltbar.

Aufbewahren (langfristig):

Noch heiße Bohnen in luftdichte Einmachgläser geben und mit heißem Kochwasser befüllen, so dass die Bohnen vollständig bedeckt sind.
Einmachgläser verschließen und schattig im Schrank aufbewahren.
Bohnen sind jetzt ähnlich lange haltbar, wie die aus der Dose im Supermarkt.

Tipps:

  • Die Menge der Bohnen (oder Linsen) hat auf die Kochzeit kaum Auswirkung.
  • Das Alter der Bohnen (oder Linsen) hat einen großen Einfluss und erhöht die Kochzeit sehr. Je älter, desto länger.
  • Der Härtegrad des Wassers hat auch einen großen Einfluss und erhöht die Kochzeit. Je härter, desto länger. Bei hartem Wasser empfiehlt sich eine Prise Natron.
  • Eine Messerspitze Natron mit ins Kochwasser hinzufügen, dadurch reduziert sich die Kochzeit um etwa 15 bis 30 Minuten.
  • Bei geschlossenem Deckel köcheln lassen, dadurch benötigt man eine kleinere Herdstufe und spart Energie.
  • Werden die rohe Bohnen (oder Linsen) direkt gekocht, dann sollte man viel Kochwasser verwenden, weil einiges davon aufgesaugt wird. Wasser und Bohnen dann im Verhältnis von 2:1 verwenden.
  • Bohnen (oder Linsen) niemals mit Salz (oder Gemüsebrühe) kochen! Sonst werden sie nie weich und gar.
  • Statt im Kochtopf kann man Bohnen (oder Linsen) mit denselben Kochzeiten im Dampfgarer dämpfen. Die Zugabe von Natron funktioniert hierbei jedoch schlecht.

Gesundheit und Gifte:

Rohe Bohnen und Linsen darf man nicht roh verzehren, da rohe Hülsenfrüchte giftige Stoffe (Lektine und Phasin) enthalten, die erst durch längeres Erhitzen abgetötet werden. Das Einweichwasser sollte entweder weggeschüttet oder mitgekocht werden. Das gekochte Wasser ist unbedenklich. Manche Leute sind der Meinung, dass das gekochte Einweichwasser weniger bekömmlich sei.

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Nüsse rösten

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[review]
Dies ist eine Übersicht, wie lange man unterschiedliche Nusssorten am besten im Ofen rösten sollte.
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Ganze Nüsse, Kerne oder eingeweichte Bohnen auf einem Backblech mit Backpapier gleichmäßig verteilen.
Hinweis: Ohne Backpapier kann es passieren, dass die Nüsse auf den heißen Blech anbrennen.
Hinweis: Solange man die Nüsse gleichmäßig auf dem Backblech verteilen kann, spielt die Menge keine Rolle.
Backblech in den Ofen schieben.
Wichtig: Je nach Ofen werden die Nüsse auf obere, mittlerer oder unterer Schiene unterschiedlich stark geröstet.
Die Nüsse solange im Ofen rösten, bis die Nüsse goldbraun sind (nicht dunkelbraun!). Siehe Backzeiten unten.
Optional: Für gesalzene Nüsse die geröstete Nüsse in einer Schüssel oder Tüte mit Salz (oder anderen Gewürzen) vermischen.
Etwa 10 Minuten auskühlen lassen.
Luftdicht in ein Behälter verschließend und schattig im Schrank lagern.
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Hinweis:

Je länger Nüsse geröstet werden, desto aromatischer – aber auch bitterer und trockener – werden sie. Zu lang geröstete Nüsse schmecken unangenehm bitter.
(Bohnen hingegen nicht, die werden lediglich trocken und hart. Dies gilt auch für Kokosraspel.)
Und noch etwas: Wenn bei Nüssen von geschält bzw. ungeschält die Rede ist, dann ist die dünne braune Schale um den Nusskern gemeint, nicht die Schale, die geknackt werden muss!

Backzeiten mit Umluft auf unterster Schiene (unvorgeheizter Ofen):
  • Erdnüsse (geschält, blanchiert): 17 – 18 Minuten bei 120° C
  • Mandeln (ungeschält): 16 Minuten bei 120° C
  • Cashewbruch: 10 Minuten bei 120° C
Backzeiten ohne Umluft auf mittlerer Schiene (vorgheizter Ofen):
  • Erdnüsse (geschält, blanchiert): 20 – 25 Minuten bei 150° C
  • Mandeln (ungeschält): 20 – 25 Minuten bei 150° C
  • Haselnüsse (ungeschält): 20 – 25 Minuten bei 150° C
  • Cashewkerne: 15 – 20 Minuten bei 150° C
  • Paranüsse (mit Schale): 15 – 20 Minuten bei 150° C
  • Macadamia: 15 – 20 Minuten bei 150° C
  • Walnüsse: 6 – 9 Minuten bei 150° C
  • Pecannüsse: 6 – 9 Minuten bei 150° C
  • Sonnenblumenkerne: 6 – 9 Minuten bei 150° C
  • Pinienkerne: 6 – 8 Minuten bei 150° C
  • Sesam: 10 – 14 Minuten bei 150° C
  • Kichererbsen (eingeweicht): 30 – 45 Minuten bei 200° C
  • Sojabohnen (eingeweicht, blanchiert): 20 – 25 Minuten bei 180° C
Rösten in der Pfanne:

Man kann Nüsse auch in der Pfanne rösten. Allerdings finde ich das aufwendiger, weil man sie ständig wenden muss und es auch schwierig ist, sie von allen Seiten gleichmäßig zu bräunen. Zudem kann es hier schneller passieren, dass die Nüsse anbrennen und bitter werden, wenn man nicht aufpasst.
Am besten ist das Rösten in der Pfanne mit kleinen Mengen und kleinen Nusskernen bzw. Samen wie zum Beispiel Pinienkerne, Sesam, Sonnenblumenkerne oder klein gehackten Nüssen.

Würzen:

Nachdem die Nüsse geröstet sind, kann man sie beliebig würzen zum Beispiel mit Chilipulver, Currypulver, Paprikapulver, Rauchsalz, Salz oder Zucker.