Walnussmus (oder Pecanmus)

Quelle: http://www.andrejeworutzki.de/cooking/walnusscreme/
4 Sterne
Zutaten:

Walnüsse, Rapsöl, Rauchsalz, Honig,

Nährwerte Kalorien Fett Zucker Protein Kohlenhydrate Ballaststoffe Cholesterin Ges. Fetts. Unges. Fetts.
Pro 15 g (1 Portion) 98 kcal 9 g 1 g 2 g 2 g 1 g 0 mg 1 g 2 g
Pro 100 g 651 kcal 62 g 8 g 14 g 11 g 6 g 0 mg 7 g 11 g
Vorbereitungszeit Kochzeit Zeitaufwand insgesamt + Ziehzeit
Mengenangaben für 27 Portionen:
390 g Walnüsse 2551 kcal Das Gewicht gilt für die essbare Nussmasse.
10 g Rapsöl 88 kcal Kaltgepresst. Alternativ Walnussöl oder Sonnenblumenöl.
0.5 TL Rauchsalz 0 kcal Nach Belieben. Aber nicht zu viel, lieber vorsichtig abschmecken. Alternativ herkömmliches Salz.
1 TL Honig 15 kcal Raps- oder Blütenhonig. Alternativ Rohrzucker (vegan). Ich bevorzuge Honig, weil es die Crème sämig macht.
Zubereitung:
  1. Walnüsse rösten. Beispiel:
  2. Wichtig: Je nach Ofen, vorgeheizt ja/nein, Umluft an/aus, Position der Schiene, Alter der Walnüsse und Walnusssorte variiert die Röstzeit.
    1. Kalifornische Walnüsse im vorgeheizten Backofen auf mittlerer Schiene mit Backpapier und ohne Umluft bei 150°C für 6 bis 9 Minuten rösten.
  3. Auch wichtig: Die Walnüsse sollten nach dem Rösten leicht gebräunt sein, aber nicht dunkel oder gar schwarz!
  4. Denn: Je länger die Walnüsse rösten, desto intensiver – aber auch herber und trockener – werden sie. Für stark geröstete Walnüsse ist fast immer mehr Honig, Salz und Öl erforderlich.
  5. Walnüsse auskühlen lassen:
    1. Geröstete Walnüsse aus den Ofen nehmen und mindestens 10 Minuten auf dem offenen Blech auskühlen lassen.
  6. Walnüsse mixen:
    1. Etwa 3/4 der Walnüsse mit Öl im Mixer geben und den Behälter so lange schütteln, bis sich das Öl gut zwischen den Walnüsse verteilt hat.
    2. Die Walnüsse solange mixen, bis eine cremige Masse entsteht. Hierbei immer wieder das Mixen unterbrechen und die Walnussmasse mit einem Löffel komplett umrühren oder nach unten „stampfen“.
    3. Hinweis: Beim Mixen von gerösteten Walnüsse enstehen gerade anfangs Luftlöcher, wodurch die Messer nicht mehr greifen und man ins „Leere“ mixt.
    4. Wichtig: Den Mixbehälter regelmäßig mit der Hand berühren, um die Temperatur zu fühlen: Manche Mixer erhitzen ihren Inhalt auf höchster Stufe so stark, dass die Walnüsse beinahe kochen. Wenn das passiert, wird der Mus bröckelig und das soll nicht passieren!! Die Walnüsse also immer nur solange auf höchster Stufe mixen, dass sie nicht heiz werden (ca. 10-20 Sekunden). In dem Fall auf langsamer Stufe weitermixen oder eine kurze Pause machen zum Runterkühlen.
    5. Sobald die Walnussmasse cremig ist, die restlichen Walnüsse hinzugeben und solange weitermixen, bis sie wieder cremig sind.
    6. Hinweis: Cremig bedeutet hier, dass sich irgendwann durch das Mixen ein (Wasser)Strudel in der Walnussmasse bildet.
    7. Dann nach Belieben mit Salz und Honig abschmecken (verschiedene Geschmacksrichtungen sind möglich: salzig, süß oder am besten süß-salzig).
    8. Tipp: Ich ziehe Honig zum Süßen vor, weil es den Mus am sämigsten macht und damit am Gaumen kleben lässt.
    9. Solange weitermixen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist: leicht dickflüssig und cremig – in etwa wie Blütenhonig.
    10. Tipp: Hierzu das Mixen kurz unterbrechen und am Mixbehälter rütteln, um festzustellen, wie sich der Mus bewegt.
  7. Walnussmus abfüllen:
    1. Den Walnussmus in ein Gefäß abfüllen und luftdicht verschließen. Es passt z. B. perfekt in ein 500 g Honigglas.
    2. Notiz am Rande: Der beste Moment ist gekommen: nun werden die Reste im Mixerbehälter ausgeschleckt! :-)
    3. Walnussmus kühl und schattig im Schrank aufbewahren.
    4. Tipp: Nicht im Kühlschrank lagern, sonst wird der Walnussmus fest und schmeckt weniger aromatisch.
    5. Haltbarkeit: Selbst geöffnet hält der Walnussmus mehrere Monate, wahrscheinlich sogar länger, wenn er bis dahin nicht bereits weggenascht wurde. :-)
Expertenrat:
  • Die Röstzeit variiert je nach Ofen, Umluft an/aus, Position der Schiene, Alter der Walnüsse und Walnusssorte! Hier muss man experimentieren, bis man die richtige Einstellung raus hat.
  • Der Röstgrad ist entscheidend für das Endergebnis.
    Wurden die Walnüsse zu kurz geröstet, wird der Mus zu lasch im Geschmack – erkennt man daran, dass der Mus am Ende sehr hell ist.
    Wurden die Walnüsse zu lange geröstet, wird der Mus sehr trocken (lassen sich dann auch schlechter mixen) und bitter – erkennt man daran, dass der Mus am Ende sehr dunkel ist.
Tipps fürs Mixen:
  • Die Dauer fürs Mixen hängt stark ab von der zugefügten Menge Öl, von Alter und Röstgrad der Walnüsse, von der Art und Menge des Süßungsmittels (Honig ist hier besonders übel), und von der Qualität des Mixers (am besten ist ein Standmixer wie z. B. Vitamix oder Omniblend).
  • Es ist einfacher, die Nüsse nach und nach zu mixen statt alle auf einmal.
  • Beim Mixen muss die Walnussmasse anfangs mehrmals umgerührt oder wieder nach unten gedrückt werden, sonst entstehen Luftlöcher. Hierbei ist etwas Geduld erforderlich, bis es cremig wird.
  • Sollte die Walnussmasse partout nicht cremig werden, sollte man zusätzlich Öl hinzugeben. Besonders bei viel Honig oder bei trockenen Nüssen oder Nüssen mit brauner Schale benötigt man mehr Öl.
  • Die Nüsse nicht zu stark durch Mixen erhitzen, so dass die Masse beinahe kocht, da sie sonst fest wird. Besser langsamer mixen.
  • Honig bindet die Masse sehr stark und erfordert längeres Mixen. Daher auf keinen Fall(!!!) Honig zu Beginn hinzugeben, weil es dann ewig dauert, bis die Nussmasse cremig wird.
  • Wenn der Mus dünnflüssig erscheint, wurde entweder zu lange gemixt oder zu viel Öl verwendet. In dem Fall müsste man wieder Nüsse rösten und diese anschließend solange im Mixer hinzugeben, bis die Konsistenz wieder fester wird. Anschließend wieder mit Salz und Honig abschmecken.
Warum die Walnüsse auskühlen lassen?
  1. Das Abschmecken von kalten Nüsse ist einfacher, weil die Nüsse nicht zu heiß sind und aromatischer schmecken.
  2. Wenn die Nüsse beim Mixen zu heiß werden, wird der Mus bröckelig und verliert seine Geschmeidigkeit. Das lässt sich dann nur durch Hinzugabe von Öl und Geduld reparieren.