Hochwertige Lebensmittel

Quelle: http://www.andrejeworutzki.de/cooking/hochwertige-lebensmittel/

Die Qualität der Zutaten spielt oftmals eine entscheidende Rolle. So schmeckt zum Beispiel billiges Olivenöl fast immer neutral nach nichts statt fruchtig scharf. Zudem kann es sogar verunreinigt sein! Aus diesem Grund möchte ich in Zukunft mehr auf die Qualität achten und vermehrt Empfehlungen geben. Diese Seite werde ich nach und nach mit Produkten erweitern und sofern sich etwas ändert auf den aktuellen Stand halten.

Bei aller wissenschaftlicher Neutralität die Tests bieten, sollte man eine gewisse Skepsis beibehalten. Gerade Geschmack lässt sich schwer in Zahlen umrechnen. Nichtsdestotrotz bieten die Tests einen ersten Ansatzpunkt, ob ein Lebensmittel frei von Schadstoffen ist und ob es das enthält, was auf der Verpackung beworben wird, auch wenn es sich dabei nur um Stichproben handelt.

Olivenöl

Leider sind viele Olivenöle aus dem Supermarkt aus mehreren Anbaugebieten gepanscht. Häufig sind sie schlicht geschmacklos, schmecken neutral nach nichts oder schmecken ranzig alt. Wer Mediterranes kocht oder ein Rezept mit viel Olivenöl hat, sollte unbedingt bei Oliviers & Co vorbeischauen und orginale, kaltgepresste Olivenöle aus verschiedenen Anbaugebieten der EU probieren. Der Unterschied ist häufig sehr deutlich zu schmecken!

Als Bratöl sind kaltgepresste Öle aber zu schade und auch nicht so gut geeignet, bis auf spezielles Bratolivenöl. Generell empfehle ich zum Braten Rapsöl, Erdnussöl oder Schmalz. Kaltgepresstes Olivenöl sollte wie ein Gewürz verwendet werden, also wie eine Zutat, mit der man Speisen verfeinert und abschmeckt.

In der WDR Sendung „Der Vorkoster“ hat übrigens bei einen kleinen Test das günstige Olivenöl von Edeka gewonnen und konnte sich überraschenderweise gegen die teuren Olivenöle durchsetzen.

Rapsöl

Rapsöl sollte man immer gegenüber Sonnenblumenöl vorziehen, da Rapsöl mehr gesundheitsförderliche Nährstoffe enthält.

Tests: Stiftung Warentest 11/2009, Ökotest 02/2007

  1. Brändle Vita Rapsöl (gibt es bei Rewe)
  2. Lidl Vita D’or Natives Rapskernöl
Gemüsebrühe

Die beste Gemüsebrühe habe ich bisher bei Edeka entdeckt. Sie enthält noch gut erkennbare Stücke von Karotten und Zwiebeln, was man eventuell bemängeln kann, aber das Pulver sieht dafür nicht so aus, als ob es direkt aus dem Chemielabor stammt wie z. B. bei Maggi oder Knorr (inklusive deren Bio-Varianten). Leider ist in der Bio-Gemüsebrühe von Edeka auch Hefeextrakt enthalten.

Haferflocken

Der Unterschied zu Billigflocken mag marginal sein, ich find der Aufpreis lohnt sich trotzdem. Haferflocken und Dinkelflocken ergänzen sich sehr schön. Besonders als Abwechslung können Dinkelflocken verwendet werden, die sind schön knusprig, aber leider nicht so nährstoffreich wie Haferflocken. Bisher gefallen mir die Haferflocken von Kölln am besten, die schmecken einfach knackig „frisch“ nach Hafer. Die von Alnatura überzeugen mich im direkten Vergleich nicht so.

Butter

In einem Fernsehbericht hieß es, dass das Qualitätsiegel „Deutsche Markenbutter“ ein Garant für die beste Butter sei. Dem ist allerdings nicht so, daher sollte man auch andere Buttersorten ins Auge fassen. Laut Ökotest soll Ökobutter gesünder sein als herkömmliche Butter, da sie mehr hochwertigere Omega-3-Fettsäuren enthält, was auf das natürliche Futter zurückzuführen sei. Hierbei ist allerdings festzuhalten, dass Fette aus Pflanzen und Nüssen noch immer gesünder sind als Butter.
Wichtig ist, dass es bei Butter drei unterschiedliche Sorten gibt:

  1. Süßrahmbutter passt zu Süßen wie Konfitüre, Honig oder Gebäck, aber auch als Rahm für Gemüse, Spargel oder Kartoffeln. Auch geeignet zum Soßenbinden (Mehlschwitze), da sie kaum ausflockt.
  2. Sauerrahmbutter passt zu deftigen und herzhaften Speisen wie Käse, Schinken, Suppe, Bauernbrot, Gulasch, Wild oder Eintöpfe.
  3. Mildgesäuerte Butter ist am günstigsten und liegt zwischen Süßrahm- und Sauerrahmbutter. Sie ist universell geeignet.

Bei Süßrahmbutter habe bisher kein wesentlichen Unterschied zu „normaler“ mildgesäuerte Butter herausgeschmeckt. Bin mir daher nicht so sicher, ob die Wahl der Butter im Grunde egal ist…

Generell lässt sich sagen, dass Butter schlecht zum Braten geeignet ist, da sie zuviel Wasser enthält, wodurch es in der Pfanne stark spritzt. Wenn man Butteraroma haben möchte, sollte man stattdessen Butterschmalz zum Braten verwenden, das im Grunde Butter ohne Wasser ist.

Tests: Ökotest 04/2012 zusammengefasst, Stiftung Warentest 03/2009

Süßrahmbutter Mildgesäuerte Butter Sauerrahmbutter
Basic Süßrahmbutter sahnig-mild Naturland, Deutsche Markenbutter Real Bio-Sauerrahmbutter
Heirler Bio Süßrahm Butter Berchtesgadener Land Söbbeke (Bio)
Rewe Bio Süßrahmbutter Sachsenmilch Die Gute
Alnatura (Bioland) (Bio) Penny Weidestern (mittelmäßige Streichfähigkeit)
Plus Bio Bio Weihenstephan
Lidl Milbona (mittelmäßige Streichfähigkeit)
Reis

Tests: Stiftung Warentest 08/2010, Stiftung Warentest 08/2010 Video

Rahmspinat

Test: Stiftung Warentest 05/2008

  • Iglo
  • Penny Greenland
  • Aldi (Nord) Eskimo
  • Ardo
Blattspinat

Test: Stiftung Warentest 05/2008

  • Aldi (Nord) PrimaBio Bio
  • Iglo
  • Edeka Gemüseküche
Sojamilch

Sojamilch kann wie Milch verwendet werden, ist dank der Sojabohne gesünder und schont zudem die Milchkühe. Reine Sojamilch schmeckt leicht sämig, etwas nach Getreide und ist nicht süß. Sobald Calcium (wichtig für die Knochen) in Sojamilch hinzugefügt wird, ist sie ein vollwertiger Kuhmilchersatz. Sojamilch aus Bioproduktion darf zu diesem Zweck nur Algen statt Ergänzungsmittel enthalten. Käse enthält übrigens extrem viel Calcium.

Test: Stiftung Warentest 08/2007

  1. Aldi Süd bio Soja Drink Naturell (Bio)
  2. Alpro Soya Calcium
  3. granoVita Bio-Soja-Drink (Bio)
  4. Gut&Gerne Soja Drink (Bio)