Spiegel der Wahrheit

Gerade kommt ein Gast an mir vorbei, er macht einen verwirrten Eindruck auf mich. Überhaupt scheint er mir von Anfang an seltsam zu sein. Ich kann nicht sagen warum. Vielleicht war es die Wodkaflasche in seiner linken Hand, in der ein brennendes Tuch steckte, oder vielleicht war es einfach sein blasser Gesichtsausdruck und seine darin verlassenden Augen? In jenen Moment kreuzen sich unsere Blicke. Seine aussichtslosen Augen schauen mich fragend an. Sie machen mich nervös. Schnell wende ich den Blick von ihm ab und schaue mich um: Mir fällt auf, dass ich mich inmitten eines Raumes befinde, das Wohnzimmer, so könnte man meinen. Doch momentan gleicht es ehr einer rituellen Kultstätte, in der alle Gläubige zusammengekommen sind, um im Rhythmus tanzend ihren vor Zorn donnernden Gott, den Bass, zu huldigen. weiterlesen …